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Ressort: Events, Kultur, Swarovski Kristallwelten, Musik
Datum: 11.11.2016
Ort: Wattens/Tirol

Musik im Riesen 2017: Künstlerportraits

Die große Vielfalt des Streichquartetts und die Musik von Franz Schubert sind die bestimmenden Programmlinien des Festivals „Musik im Riesen“, das vom 19. bis 27. Mai 2017 in den Swarovski Kristallwelten und im Business Building Brandtgut in Wattens sowie in der Reithalle am Schindlhof in Fritzens stattfindet. Im Rahmen der vierzehnten Auflage gastieren folgende Künstler:

Freitag, 19. Mai 2017, Swarovski Kristallwelten, Forum

50 Jahre Musikschule Wattens, Klavier- und Kammermusik mit Schülern und Lehrern der Musikschule 

Üben, proben, spielen, singen, interpretieren, gemeinsam musizieren – vieles trägt dazu bei, dass Musik erklingt. Bei den zahlreichen großen und kleinen Schritten auf dem Weg zum Musiker begleitet die Musikschule Wattens seit 50 Jahren Kinder und Jugendliche aus Wattens und der Region. Schon bei ihrer Eröffnung vor 50 Jahren konnte sich die Musikschule über 168 Schüler – und weiterhin regen Andrang – freuen. Dabei ging es unter der Leitung von Edith Gufler (bis 2003) nicht allein darum, die Pianisten, Geiger, Trompeter oder Trommler zu fähigen Solisten auszubilden, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu geben, miteinander zu musizieren.

Besonderes Augenmerk galt schon früh der Blasmusik – wie die Gründung der Rettenberger Jugendmusik Swarovski Wattens 1976 zeigt, die zehn Jahre lang bestand. Ab 1978 konnten auch die Streicher in einem Musikschul-Ensemble und dem daraus hervorgegangenen Kammerorchester André Gredler das gemeinsame Spiel in einem größeren Klangkörper erlernen. Seit damals ist das Angebot noch um vieles erweitert worden: Großen Anklang findet etwa der vor über 15 Jahren gegründete Kammerchor Choropax, der unter anderem mit dem Salzburger Kammerchor und dem Marini Consort Innsbruck zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule Wattens Händels Oratorium „Israel in Egypt“ aufführte. Weiteren Zulauf bescherte der Musikschule das verstärkte Bemühen um Volks- und Blasmusik in der Ägide des heutigen Direktors Norbert Salvenmoser.

Knapp 800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden an der Musikschule Wattens zurzeit unterrichtet. Unter ihnen sind die jungen Interpreten, die beim Konzert zum 50-jährigen Jubiläum der Musikschule Wattens auf dem Podium stehen. Denn nicht zuletzt hat „Impuls“, das Masterclass-Programm von „Musik im Riesen“, in der Musikschule eine Heimat gefunden. Nach dem erfolgreichen Konzert von Klavierschülern bei „Musik im Riesen“ 2014, haben sie und andere junge Musiker einmal mehr die Gelegenheit, ihre Begeisterung und ihr Können beim Kammermusikfestival in den Swarovski Kristallwelten zu zeigen.

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Samstag, 20. Mai 2017, Reithalle am Schindlhof, Fritzens

English Chamber Orchestra
Nicolas Altstaedt, Dirigent, Violoncello

Fällt der Name des English Chamber Orchestra, dann kommt man nicht umhin, auch seine musikalischen Mitstreiter zu nennen und einige Superlative zu bemühen. Auf der Website des Ensembles ist zu lesen, dass es von allen Kammerorchestern die meisten Aufnahmen veröffentlicht und die meisten Länder bereist hat, auf Bestenlisten rangiert und gefeierte Filme musikalisch begleitet hat. So eindrucksvoll diese Zahlen und Leistungen sein mögen, so geht es beim English Chamber Orchestra doch auch immer um höchste Qualität, um das Bemühen, Altes und Neues zu verbinden, und sein Wissen im „Outreach“-Programm des Ensembles auch an Jüngere weiterzugeben.

Bekannt geworden ist das seit 1960 bestehende English Chamber Orchestra als Hausensemble des von Benjamin Britten initiierten Aldeburgh Festival. Der Komponist und erste Schirmherr des Orchesters hatte nachhaltigen Einfluss auf das Repertoire, das die Musik vom Barock bis zum 20. Jahrhundert umfasst. Ebenso prägend war die langjährige Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim, mit dem das English Chamber Orchestra u. a. alle Mozart-Klavierkonzerte einspielte. Zu den zahlreichen Dirigenten und Solisten mit denen das Ensemble zusammenarbeitete, gehören Vladimir Ashkenazy, Colin Davis, Placido Domingo, Kiri te Kanawa, Yehudi Menuhin, David Oistrach, Luciano Pavarotti, Andre Previn, Mstislav Rostropovich, Georg Solti, Isaac Stern, Mitsuko Uchida, Maxim Vengerov und Pinchas Zukerman.

Unter der die renommierten Solisten an der Seite des English Chamber Orchestra reiht sich auch der Cellist Nicolas Altstaedt, den Feinsinnigkeit, Hingabe an die Musik und ein untrügliches Gespür für die feinsten Nuancen auszeichnen. Mit ihm als Solisten bzw. Dirigenten spielt das Orchester bei „Musik im Riesen“ 2017 Joseph Haydns erstes Cellokonzert und seine Symphonie Nr. 49 f-Moll. Darüber hinaus ist Altstaedt mit einem Satz aus Zoltán Kodálys Cellosonate op. 8 zu hören, einem Werk, das an den Interpreten höchste Anforderungen stellt – und den Facettenreichtum und die Virtuosität des jungen französisch-deutschen Cellisten unterstreicht.

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Mittwoch, 24. Mai 2017, Swarovski Kristallwelten, Blaue Halle

Minetti Quartett
Maria Ehmer, Violine
Anna Knopp, Violine
Milan Milojicic, Viola
Leonhard Roczek, Violoncello

Unter den Streichquartetten, die bei „Musik im Riesen“ zu Gast waren bzw. sind, zählt das Minetti Quartett zu den ganz jungen – und doch haben die vier Musiker, die allesamt Anfang 30 sind, schon eine eindrucksvolle Geschichte vorzuweisen. In den 14 Jahren seines Bestehens konnte das Quartett, das sich nach einem Theaterstück von Thomas Bernhard für den Schauspieler Bernhard Minetti benannt hat, zahlreiche Preise erringen, darunter den erstem Preis beim internationalen „Rimbotti Wettbewerb für Streichquartett“ in Florenz und den „Haydn-Preis“ beim „Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb“ in Wien. Es gastiert bei Kammermusikfestivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, dem Aldeburgh Festival und in Aix-en-Provence und absolvierte Tourneen durch Europa und die USA.

Dass das Quartett bereits wenige Jahre nach seiner Gründung als eine der großen Hoffnungen des Genres gehandelt wurde und heute zu den renommierten österreichischen Ensembles gehört, hat unter anderem mit der Intensität zu tun, mit der sich die vier Musiker ihr Repertoire erarbeiten. Von Anfang an sei klar gewesen, dass sie gut zusammenpassten, erzählten sie in einem Interview mit Monika Mertl für die Zeitschrift „Musikzeit“. In der Zusammenarbeit hätten sie zudem „eine gute Streitkultur entwickelt. Wir können ja auf der Bühne nur überzeugen, wenn wir selbst überzeugt sind von dem, was wir machen.“ Diese intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Werken zeigt sich über alle Zeiten und Stile hinweg – ob das Quartett Joseph Haydn interpretiert, dem es auch die erste von bisher vier CD-Einspielungen widmete, sich mit „Der Tod und das Mädchen“ beschäftigt, das Franz Schubert mit Blick auf die große Symphonie komponierte, oder das Werk eines zeitgenössischen Komponisten wie Thomas Larcher interpretiert. „Je tiefer wir in die Partituren der großen Komponisten eintauchen“, beschrieb Cellist Leonhard Roczek diesen Prozess im Magazin „Publicum“, „desto mehr wird diese Musik zu unserer eigenen Sprache.“

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Donnerstag, 25. Mai 2017, 11 Uhr, Swarovski Business Building Brandtgut

Quatuor Diotima
Yun-Peng Zhao, Violine
Constance Ronzatti, Violine
Franck Chevalier, Viola
Pierre Morlet, Violoncello

Eine innige Beziehung zur Musik des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts, zugleich eine tiefe Verwurzelung in der Romantik, lässt sich bereits am Namen des Quatuor Diotima ablesen: Er ist eine Würdigung an Friedrich Hölderlin und seine literarische Figur Diotima sowie an Luigi Nono und dessen Streichquartett „Fragmente – Stille. An Diotima“. Dementsprechend fokussiert das Quartett auf zeitgenössische Kompositionen und die großen Werke des 20. Jahrhunderts und setzt diese in Beziehung zu zentralen Kompositionen der Klassik und Romantik.

Schon zu Beginn ihres Wirkens wurden die Musiker beim Londoner Streichquartettwettbewerb 2000 für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks ausgezeichnet. In der Folge konnten sie unter anderem für ihre Einspielungen der Streichquartette von Luigi Nono, Helmut Lachenmann, Lucien Durosoir, Leoš Janáček, Alberto Posadas, George Onslow und der Compilation „American Music“ mit Quartetten von George Crumb, Steve Reich und Samuel Barber mehrere Preise erringen. Vielbeachtete Einspielungen gelangen den vier Musikern zudem 2013 mit Schuberts Streichquintett C-Dur – gemeinsam mit der Cellistin Anne Gastinel – sowie einer CD-Box zur Zweiten Wiener Schule, die das Quatuor Diotima anlässlich seines 20-jährigen Bestehens 2016 veröffentlichte.

Als international gefragtes Konzertensemble mit Engagements in Europa, Asien und Amerika nützt das Quartett seine Auftritte auch dazu, zeitgenössische Werke in Auftrag zu geben bzw. zur Uraufführung zu bringen. Auf diese Weise entstanden neue Streichquartette von Tristan Murail, Alberto Posadas, Gérard Pesson und Rebecca Saunders. Sein Renommee verdankt das Ensemble aber ebenso seinen frischen, klaren Interpretationen der Werke vergangener Epochen. Wenn die vier Musiker – wie im aktuellen Konzertkalender – Streichquartette von Arnold Schönberg, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven gemeinsam präsentieren oder an einem Abend alle sechs Bartók-Streichquartette spielen, eröffnen sich neue Möglichkeiten des Hörens und Verstehens von Musik.

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Donnerstag, 25. Mai 2017, Swarovski Business Building, Brandtgut

Jerusalem Quartet
Alexander Pavlovsky, 1. Violine
Sergei Bresler, 2. Violine
Ori Kam, Viola
Kyril Zlotnikov, Violoncello
Sharon Kam, Klarinette

Mit dem Jerusalem Quartet gastiert ein junges, dabei im Quartettspiel sehr erfahrenes Ensemble zum zweiten Mal bei „Musik im Riesen“. Die vier Musiker (zu den Gründungsmitgliedern gehörte der Bratscher Amihai Grosz) begannen bereits mit 15 Jahren an der Rubin Academy High School in Jerusalem miteinander zu musizieren, und bilden heute, mehr als 20 Jahre später, eines der aufregendsten jungen Streichquartette weltweit. Neben ihrer Ausbildung an der Musikakademie absolvierte das Quartett Meisterklassen beim Amadeus- und dem Alban Berg Quartett, von dem es „das Substanzielle des Quartett-Spiels hinsichtlich Vibrato, Artikulation, Dynamik und Balance der Stimmen“ lernte. Mit György Kurtág studierten sie Schlüsselwerke des 20. Jahrhunderts ein. Seinen so entwickelten spezifischen Klang, die Neugier, Ausdruckskraft, Energie und ihr perfektes Zusammenspiel haben die Musiker – auch nachdem Ori Kam als Bratscher Teil des Quartetts geworden war – kontinuierlich verfeinert.

Regelmäßig initiiert das Jerusalem Quartet Kompositionsaufträge an zeitgenössische Komponisten und bringt die entstandenen Stücke, darunter Brian Elias’ Streichquartett von 2012, zur Uraufführung. Die Konzertprogramme des Ensembles sind deshalb oft reizvolle Zusammenstellungen aus verschiedenen musikalischen Epochen – von der Klassik über die Moderne bis zu den großen Werken der Romantik. Ähnliches gilt für die Klarinettistin Sharon Kam, die seit ihrem Debüt als 16-Jährige mit Zubin Mehta als „höchst erfindungsreiche und individuelle Künstlerin“ (Gramophone) gehandelt wird. Die Gewinnerin des Musikwettbewerbs der ARD 1992 konzertiert regelmäßig auf den internationalen Konzertbühnen und bei renommierten Festivals. Sie spielte als Solistin unter anderem mit dem London Symphony Orchestra, den Münchner Symphonikern und dem Gewandhausorchester Leipzig und zählt zu den Kammermusikpartnern von Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Christian Tetzlaff und – nicht zuletzt – ihrem Bruder Ori Kam und dem Jerusalem Quartet.

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Freitag, 26. Mai 2017, Swarovski Business Building Brandtgut

Belcea Quartet
Corina Belcea, Violine
Axel Schacher, Violine
Krzysztof Chorzelski, Viola
Antoine Lederlin, Violoncello

Die vier Musiker des Belcea Quartet sind so etwas wie alte Freunde von „Musik im Riesen“, denn sie beehren das Festival 2017 bereits zum sechsten Mal mit einem Konzert. Das hat viel damit zu tun, dass das Quartett um die britische Geigerin Corina Belcea wie kaum ein anderes im Geist von „Musik im Riesen»“ musiziert: virtuos, dynamisch, voller emotionaler Tiefe und Intimität, dabei frei von den Lasten der Tradition. Das bedeutet für die vier Musiker nicht nur, neue Zugänge zum Standardrepertoire zu finden, sondern auch sich mit dem aktuellen Musikschaffen auseinanderzusetzen: Zahlreiche Werke – darunter Thomas Larchers 4. Streichquartett „lucid dreams“ – sind zum ersten Mal in einer Interpretation des Belcea Quartet auf der Bühne zu hören.

Neben Residenzen an der Guildhall School of Music and Drama, London, und – von 2001 bis 2006 – in der Wigmore Hall, London, bestreitet das Belcea Quartet Konzerte in ganz Europa und den USA und gastiert regelmäßig bei den bedeutenden (Kammermusik-)Festivals in Salzburg, Istanbul, Lausanne, Bath, Cheltenham und bei der Schubertiade Schwarzenberg. Seit 2010 fungiert das Belcea Quartet gemeinsam mit dem Artemis Quartett als Residenz-Quartett im Wiener Konzerthaus. Dort spielten die vier Musiker 2012 in einem Zeitraum von elf Tagen Beethovens sämtliche Streichquartette. Ein Projekt, das auch filmisch dokumentiert wurde. 2013 führten sie anlässlich des 100. Geburtstages von Benjamin Britten seine Streichquartette in der Snape Maltings Concert Hall auf und stellten sie den Quartetten Schostakowitschs gegenüber. Dabei konzentrieren sich die vier Musiker nicht ausschließlich auf das Quartettspiel, sondern pflegen auch gemeinsam mit anderen Musikern ein vielfältiges Repertoire in erweiterten Besetzungen. Unter anderem führte sie dies in den letzten Jahren mit Thomas Adés, Isabelle van Keulen, Natalie Clein und dem Pianisten Paul Lewis zusammen.

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Samstag, 27. Mai 2017, 11 Uhr, Swarovski Business Building Brandtgut

Kitgut Quartet
Amandine Beyer, Violine
Naaman Sluchin, Violine
Josèphe Cottet, Viola
Frédéric Baldassare, Violoncello

Nur sehr selten spezialisieren sich Streichquartette auf das Spiel auf alten Instrumenten, doch führen diese wenigen Ensembles deutlich vor Augen, dass die Geschichte der Gattung nicht erst bei Joseph Haydn beginnt. Wie vielfältig die Quellen in der europäischen Musik sind, zeichnet das französische Kitgut Quartet rund um Amandine Beyer, eine Spezialistin der Alten Musik, nach. Beyer, die dem Tiroler Publikum unter anderem von ihren Auftritten bei den „Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“ bekannt sein dürfte, zählt zu den herausragenden Violinistinnen der historischen Aufführungspraxis, im Kitgut Quartet hat sie sich mit drei ebenso virtuosen Musikern zusammengefunden, die sich mit der gleichen Hingabe auf die Spuren des frühen Streichquartetts begeben: dem Geiger Naaman Sluchin, einem der Gründungsmitglieder des Quatuor Diotima, der Bratscherin Joséphe Cottet, die in Alte-Musik-Ensembles wie Les Musiciens du Paradis oder dem Ensemble Pygmalion spielt(e), und dem Cellisten Frédéric Baldassare, der unter anderem dem Streichquartett Onyx, dem Ensemble 2e2m und Les Arts Florissants angehört(e).

Seit seiner Gründung 2015 zeichnet das Quartett nun vier Wege in die Vergangenheit des Streichquartetts nach. Neben der deutschen Tradition, die es – ausgehend von Franz Schubert – zurückverfolgt, spürt das Kitgut Quartet den Verbindungen von Wolfgang Amadeus Mozart und Italien, Ludwig van Beethoven und Frankreich sowie Joseph Haydn und England nach. Dabei macht das Ensemble Verbindungen und Kontinuitäten sichtbar und führt die Zuhörer an die Ursprünge der Gattung heran. Dies gelingt dem Kitgut Quartet nicht nur mit technischer Raffinesse und lebendigem Spiel, sondern auch, indem es „die Stimmung bei den Proben, die von Dialog, Freude und Spontaneität geprägt ist, auf die Bühne mitnimmt“.

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Samstag, 27. Mai 2017, Swarovski Business Building Brandtgut

Scharoun Ensemble
Wolfram Brandl, Violine
Rachel Schmidt, Violine
Micha Afkham, Viola
Richard Duven, Violoncello
Peter Riegelbauer, Kontrabass
Alexander Bader, Klarinette
Markus Weidmann, Fagott
Stefan de Leval Jezierski, Horn

Mit dem Oktett von Franz Schubert D 803 verbindet das Scharoun Ensemble eine lange Geschichte, war doch das 1824 entstandene Werk für zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Horn und Fagott das erste, mit dem die Musiker 1983 öffentlich auftraten. Selbstverständlich hat das Ensemble, das von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründet wurde und nach dem Architekten der Berliner Philharmonie, Hans Scharoun, benannt ist, dieses zentrale Werk in klassischer Oktettbesetzung in seinem Repertoire behalten, ebenso wie andere Oktette der Klassik und Romantik. Zugleich ist dem Scharoun Ensemble, das in flexiblen Besetzungen agiert, die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne ein besonderes Anliegen. Dies gilt für die Lehrtätigkeit der Musiker, die ihr Wissen weltweit in Akademien und Masterclasses weitergeben, vor allem aber für die Auftrittstätigkeit des auf den internationalen Bühnen gastierenden Ensembles: Wer in den Konzertkalendern der vergangenen 33 Jahre stöbert, stößt auf zahlreiche Uraufführungen von Kompositionen des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts und auf Programme, in denen Werke verschiedener Epochen zueinander in Beziehung gesetzt werden.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür war und ist die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie György Ligeti, György Kurtág, Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann, Matthias Pintscher und – wie beim Konzert des Scharoun Ensembles bei „Musik im Riesen“ 2017 – mit dem jungen deutschen Komponisten Gregor A. Mayrhofer. Dessen neues Werk, das in Wattens erstmals in Österreich aufgeführt wird, stellt das Ensemble Schuberts Oktett sowie einem Werk des Tiroler Komponisten Haimo Wisser aus dem Jahr 1996 gegenüber und spannt so einen musikalischen Bogen von der Romantik bis in die Jetztzeit.

 

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Die Musikschule Wattens, die mit dem Masterclass-Programms „Impuls“ seit Jahren eng verbunden ist, bestreitet anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens das Eröffnungskonzert von „Musik im Riesen“ 2017.

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Als ein Höhepunkt der erweiterten Kammermusik ist am zweiten Festivaltag das English Chamber Orchestra in ungewöhnlicher Umgebung zu hören.

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Nicolas Altstaedt, der französisch-deutsche Star am Violoncello, agiert am zweiten Festivaltag als Solist und Dirigent.

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Das Minetti Quartett, eines der herausragenden jungen österreichischen Quartette, ist am 24. Mai 2017 zu hören.

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Das französische Quartett Quatuor Diotima gastiert beim Matineekonzert am 25. Mai 2017 im Swarovski Business Building Brandtgut.

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Die Verbindungen zwischen dem klassischen und romantischen Repertoire und den Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt u.a. das Jerusalem Quartet auf.

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Die Klarinettistin Sharon Kam tritt beim Abendkonzert am 25. Mai 2017 gemeinsam mit dem israelischen Jerusalem Quartet auf.

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Das britische Belcea Quartet präsentiert sich am Freitag, 26. Mai 2017 im (Zusammen-)Spiel mit ihrer unverwechselbaren Klangsprache.

Foto: Marco Borggreve (Abdruck honorarfrei)

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Am Tiroler Landeskonservatorium geben diesmal die Mitglieder des Scharoun Ensembles im Rahmen von „Impuls“ ihr Wissen an junge Bläser und Streicher weiter.

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Die Reithalle am Schindlhof in Fritzens dient als außergewöhnliche Location für das Konzert des English Chamer Orchestra, unter der Leitung des Solisten und Dirigenten Nicolas Altstaedt.

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