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Ressort: Tourismus, Wirtschaft, Events, theALPS
Datum: 14.9.2012
Ort: Innsbruck

Mit theALPS 2012 gelang ein starkes gemeinsames Signal der Alpentouristiker

Bei theALPS 2012 versammelten sich am 13. und 14. September 2012 in Innsbruck/Tirol über 300 Spitzenvertreter des europäischen Alpentourismus, darunter auch 100 Vertriebspartner aus 25 Nationen. Das Fazit der Veranstalter fiel nach einem erfolgreichen Handelstag, einer viel beachteten theALPS Award-Verleihung und einem hochkarätigen Symposium angesichts einer in Summe äußerst positiven Resonanz auf das innovative Netzwerktreffen sehr erfreulich aus. 2013 wandert theALPS nun von Tirol nach Rhône-Alpes, der nächtigungsstärksten Region des gesamten Alpenraums. Zudem wurde im Rahmen der Veranstaltung der Trägerverein „AlpNet“ gegründet, der theALPS auf eine noch breitere Basis stellt.

Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung und einer der Initiatoren von theALPS, hob in der Abschlusspressekonferenz die Bedeutung der Veranstaltung für den Tourismus hervor: „Es braucht diesen jährlichen Impuls, wo die Alpentouristiker, möglichst die besten, zusammenkommen und sich austauschen. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Land und Wirtschaftskammer Tirol sowie der Österreich Werbung ist es gelungen, dieses Kind nicht nur auf die Welt sondern auch bereits zu stattlicher Größe zu bringen.“

Trägerverein AlpNet wird gegründet

Landeshauptmann Günther Platter unterstrich in seiner Eigenschaft als Tourismusreferent des Landes Tirol und Vorsitzender der Arge Alp die Notwendigkeit von Kooperationen im Alpenraum: „Der Alpenraum muss zusammenrücken und sich gemeinsam positionieren. 2010 wurde das Innsbrucker Manifest unterschrieben, wo wir uns zu mehr Zusammenarbeit im Tourismus verpflichtet haben.“ Nun wird eine Kerngruppe von Alpenregionen den Trägerverein „AlpNet“ gründen, damit mehr Verbindlichkeit schaffen und künftig die Austragung der Veranstaltung theALPS an die Partnerregionen vergeben. Eine entsprechende Willenserklärung wurde im Rahmen von theALPS 2012 in Innsbruck von Gaudenz Thoma (Graubünden Tourismus), Christoph Engl (Südtirol Tourismus), Bruno Huggler (Wallis Tourismus), Marc Béchet (Rhône-Alpes Tourisme) und Josef Margreiter (Tirol Werbung) unterschrieben. Verhandlungen über einen möglichen späteren Beitritt weiterer Partner aus dem Alpenraum sind im Laufen.

Identitätsstifter Alpenraum

Harald Ultsch, Hotelier und Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Tirol, betonte die Bedeutung von theALPS für die Geschäfts- und Netzwerkbeziehungen im alpinen Tourismus: „Wir wollen immer auch Geschäfte machen, daher ist der Handelsraum im Rahmen von theALPS ein wichtiges Element, für das wir uns auch künftig einsetzen wollen.“

„Der Alpenraum ist als Lebens- und Kulturraum sehr identitätsstiftend für Österreich und daher wichtig für unseren Markenbildungsprozess“, ist Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, überzeugt. Für sie ist der Alpenraum mit seiner Verbindung von Tourismus und Landwirtschaft, mit seiner Inszenierung von Bräuchen und Gebräuchen ein spannendes Zukunftsthema für den Tourismus. Das Generalthema „Nachhaltigkeit“, das bei theALPS 2012 im Vordergrund stand, ist für sie spielentscheidend: „Nachhaltigkeit muss eine Wertehaltung im Tourismus und daher Bestandteil des Kerngeschäfts sein und darf keinesfalls nur für Marketingzwecke missbraucht werden.“

Auch für Karl Gostner, Obmann des TVB Innsbruck und seine Feriendörfer, führen nachhaltige Konzepte im Tourismus in die Zukunft: „Eines der Erfolgsmuster der Marke Innsbruck für die Zukunft soll die ökologische Exzellenz sein. Ziel ist, von der Stadt aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln die umliegenden Berge problemlos erreichen zu können.“

Rhône-Alpes als Austragungsort 2013

2013 wird theALPS in der Region Rhône-Alpes stattfinden. Tirols Landeshauptmann Günther Platter drückte seine Freude aus, das „Staffelholz“ nunmehr an die französische Region übergeben zu können: „Wir können guten Gewissens sagen, dass das, was wir uns vorgenommen haben, auch gelungen ist!“ Marc Béchet, Direktor von Rhône-Alpes Tourisme, unterstrich die Bedeutung eines touristischen Schulterschlusses: „Unsere Gäste wollen grundsätzlich einmal ,in die Alpen‘. Daher müssen wir zusammenarbeiten. Dabei leitet mich die Überzeugung, dass nur stark sein kann, wer auch starke Nachbarn hat.“

Der Preisträger des theALPS Awards 2012, Ingo Metzler (naturhautnah.at), fand schließlich eine perfekte Überleitung von der Pressekonferenz zum anschließenden Symposium: „Wir haben in diesem übersättigten Markt eine immense Fülle an Produkten. Viele Anbieter reagieren darauf mit billigeren Preisen. Wir im Alpenraum können uns das nicht leisten. Wir müssen mit Qualität, Emotion und authentischen Geschichten überzeugen.“

Hochkarätiges Symposium zum Thema „Nachhaltige Entwicklungen“

Im Rahmen eines hochkarätig besetzen Symposiums wurden Freitagvormittag zum Abschluss von theALPS 2012 verschiedene Aspekte des derzeit hoch im Trend liegenden Themas Nachhaltigkeit beleuchtet. Den Experten des Symposiums ging es vor allem darum, diesen häufig für Marketingzwecke missbrauchten Begriff zu schärfen und anhand von konkreten Beispielen auf den Tourismus zu projizieren.

Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar und nunmehr Präsident des Europäischen Forum Alpbach, verwies in seinem Referat auf die Bedeutung des Begriffs Nachhaltigkeit: „Gemeinhin verstehen wir heute darunter ein Gleichgewicht zwischen der Ökologie, der Ökonomie und der sozialen Verantwortung, gelegentlich auch der Kultur. Im Artikel 3 des Vertrages von Lissabon wird explizit darauf Bezug genommen, was die europäische Wirtschaft betrifft.“ Auch die Entwicklung der alpinen Tourismuswirtschaft muss daher innovativ, nutzerfreundlich und ökologisch verantwortlich sein. Fischler richtete den Appell an die Gäste des Symposiums, möglichst rasch zu einer Operationalisierung des Nachhaltigkeitsbegriffes zu kommen: „Nachhaltig ist der Tourismus zunächst dort, wo seine Einrichtungen nachhaltig sind. Hier sollte es ein Leichtes sein, entsprechende Qualitätskriterien zu schaffen, und die damit verbundenen Vorteile auch im Marketing einzusetzen.“

Lebensqualität löst Erlebnisqualität ab

Peter Wippermann, Trendforscher und Lektor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität Essen, sieht in der Nachhaltigkeit eine wesentliche gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts, die sich vor allem in der Versöhnung des Profitstrebens mit sozialer Verantwortung manifestiert: „Die Netzwerkgesellschaft gewinnt durch Zusammenarbeit und individuelle Lösungen. Unsere Welt ist nicht nur technisch sondern auch von den Märkten her verbunden. Daher ist eine Rückbesinnung auf die regionalen Werte und Kulturen besonders wichtig!“ Wippermann ließ keinen Zweifel daran, dass das Vertrauen in Produkte und Dienstleistungen heutzutage spielentscheidend ist, warnte aber gleichzeitig: „Sie können mit keiner Werbung in der Welt Vertrauen verkaufen. Die Kunden setzen ein Statement, indem sie Unternehmen und Destinationen wählen, deren Werte sie teilen.“ Für den Tourismus gilt es daher einen Vertrauenswettbewerb um den Gast zu führen und dabei auch „gute Nachrichten“ zu verbreiten.

Wie nachhaltig ist der Tourismus?

Ümit Cali, Chief Technology Officer Kempinski Renewable Energies, präsentierte zunächst ein Geschäftsmodell für Hotelbetriebe, welches auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz abzielt. In der Kombination dieser beiden Faktoren sieht Cali eine Antwort auf die rasch steigenden Energiekosten und die damit verbundenen Belastungen für die Tourismuswirtschaft: „Die Kosten für Green Building liegen nur 2-3 Prozent über den herkömmlichen Baukosten. Hingegen können 20 bis 30 Prozent bei den Energie- und Wasserkosten eingespart werden.“

Abschließend diskutierte Moderatorin Melinda Crane mit Ambros Gasser, Alpinschule Innsbruck, und Ingo Nicolay vom Summit Club des Deutschen Alpenvereins über die Nachhaltigkeit des Tourismus in der Praxis. „Was die Kunden nicht wollen, sind Belehrungen und Nachhaltigkeitsprojekte, für die sie zunächst ein Ingenieursstudium brauchen“, so Nicolay, „es sind die einfachen und pragmatischen Ansätze, die im Tourismus auch entsprechende Wirkung zeigen.“ Die Alpen haben großes Potenzial, was die unterschiedlichen Dimensionen der Nachhaltigkeit betrifft. „Die Bedürfnisse und die Trends kommen uns mit unserer intakten Natur einfach entgegen“, zeigte sich Gasser überzeugt, „mit unseren spezialisierten Programmen haben wir auch entsprechendes Potenzial für ein weiteres Wachstum.“


theALPS Partner

theALPS wird von neun führenden Tourismusregionen des europäischen Alpenraums getragen. Zu den theALPS Partnerregionen zählen Bayern, Graubünden, Rhône-Alpes, SalzburgerLand, Südtirol, Tirol, Trentino, Vorarlberg und Wallis. Unterstützt wird theALPS 2012 auch von den Gastgebern Österreich Werbung und Innsbruck Tourismus, der Wirtschaftskammer Tirol als einer der Initiatoren, sowie Tiscover, feratel und Doppelmayr.

Weitere Informationen zu theALPS unter www.the-alps.eu

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AlpNet. Verein zur Förderung des Alpentourismus
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Legten bei theALPS 2012 in Innsbruck den Grundstein für den neuen Trägerverein "AlpNet" (v.li.): Josef Margreiter (Tirol Werbung), Christoph Engl (Südtirol Tourismus), Marc Béchet (Tourismusorganisation Rhône-Alpes), Günther Platter (Landeshauptmann Tirol), Gaudenz Thoma (Graubünden Tourismus) und Bruno Huggler (Wallis Tourismus).

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Mit theALPS 2012 gelang ein starkes gemeinsames Signal der Alpentouristiker (v.li.): Josef Margreiter (Tirol Werbung), Marc Béchet (Tourismusorganisation Rhône-Alpes), der Award Gewinner Ingo Metzler (naturhautnah.at), Günther Platter (LH Tirol), Petra Stolba (Österreich Werbung), Harald Ultsch (WK Tirol) und Karl Gostner (Innsbruck Tourismus).

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Im Rahmen eines hochkarätig besetzen Symposiums wurden Freitagvormittag zum Abschluss von theALPS 2012 verschiedene Aspekte des derzeit hoch im Trend liegenden Themas Nachhaltigkeit beleuchtet. Im Bild der ehemalige EU-Agrarkommissar und nunmehr Präsident des Europäischen Forum Alpbach, Franz Fischler, bei seiner Rede.

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Für Prof. Peter Wippermann, Trendforscher und Lektor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität Essen, ist es unumgänglich, einen Vertrauenswettbewerb um den Gast zu führen und dabei auch "gute Nachrichten" zu verbreiten.

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Ümit Cali, Chief Technology Officer Kempinski Renewable Energies, hielt ein Plädoyer für "Green Building", denn damit könne man 30% der Energie- und Wasserkosten einsparen.

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Die Moderatorin der Veranstaltung Melinda Crane diskutierte mit Ambros Gasser, Alpinschule Innsbruck (li.) und Ingo Nicolay vom Summit Club des Deutschen Alpenvereins über die Nachhaltigkeit des Tourismus und den davon abzuleitenden Kundenbedürfnissen in der Praxis.

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Rhône-Alpes wird Austragungsort 2013: Josef Margreiter, Tirol Werbung (re.) übergab den Wanderstein von theALPS an Marc Béchet von der Tourismusorganisation Rhône-Alpes.

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